 |
 |
1.
Analoge Eingaben und Ausgaben
Um Analog-Video und -Audio auf einem Computer zu speichern, ist eine Add-On-Hardware
erforderlich. Die Wichtigkeit der Qualität des analogen Inputs sollte
nicht unterschätzt werden. Viele Einrichtungen verwenden Stock Footage
und Archive in einem analogen Format, und viele Kunden möchten gerne
VHS, S-VHS und Hi-8-Material in ihren Projekten verwenden.
Um die Timeline in ein analoges Bandformat zu speichern, ist eine analoge
Ausgabe erforderlich. Die analoge Ausgabe ermöglicht außerdem
das sofortige Feedback auf einem NTSC- oder PAL-Monitor, so daß
der Editor Title-Safe-Areas und etwaige Interlacing-Artefacts sehen kann.
Sie können die genaue Farbtemperatur des Videos sehen, was die Voraussetzung
für eine korrekte Farbkorrektur ist.
Aufgrund der Art ihrer Implementierung ist bei rein Software-basierten
Produkten das Video-Playback häufig nur über den Computer-Monitor
möglich. Das Video-Playback funktioniert nicht einmal vollkommen
reibungslos mit einem Display-Adapter, der eine TV-Ausgabe des VGA-Displays
ermöglicht: dies liegt daran, daß die Ausgabe nur eine Scan-konvertierte
Kopie dessen darstellt, was auf VGA ausgegeben wird, nicht aber echtes
NTSC- oder PAL-Video.
The Power of X bietet Vielseitigkeit für die Ein- und Ausgabe
sowie genaues Editing mit Hilfe von dedizierter Hardware.
2. Layer-Flexibilität
Idealerweise haben Cutter bei der Bearbeitung von Clips und Effekten die
absolute Freiheit, was deren Reihenfolge und die Zahl der Layer angeht.
Leider gibt es sowohl bei Hardware- als auch bei CPU-basierten Plattformen
Beschränkungen. Sobald die Echtzeit-Ressourcen des Systems überschritten
werden, ist ein Rendering erforderlich.
Hardware-basierte Echtzeit-Engines beruhen in der Regel auf einer Streamzentrierten,
Pipeline-gestützten Architektur mit einem fixen und vordefinierten
Datenstrom. Der Anwender arbeitet mit einem starren Set von Effekten und
muß bestimmte Regeln einhalten, um sie anzuwenden; alle Echtzeiteffekte
werden jedoch garantiert in allen Situationen wiedergegeben.
CPU-basierte Echtzeit-Editing-Engines sind flexibler, da sie die Möglichkeit
zulassen, mehrere Effekte zu einer unbegrenzten Anzahl von Layern zuzuordnen,
so lange CPU-Ressourcen zur Verfügung stehen. Leider kann man es
praktisch nicht vorhersagen, ob ein Segment in Echtzeit wiedergegeben
wird oder ob es zu Frame-Verlusten kommt. Dies kann man nur durch Ausprobieren
feststellen. Die meisten Editoren sind sich darüber einig, daß
es nichts Schlimmeres gibt als Frame- Verluste während eines Print-to-Tape.
The Power of X beruht auf einem Set von einfachen Echtzeit-Regeln,
die stets vorhersehbare Ergebnisse liefern, die Echtzeit-Performance maximieren
und das Rendering minimieren und dabei Frame-Verluste vermeiden.
3. Effektvielfalt
Für Algorithmen, die für die Verarbeitung von Video verwendet
werden, bestehen unterschiedliche Verarbeitungsvoraussetzungen. Ein einfacher
Dissolve-Effekt ist beispielsweise wesentlich leichter zu verarbeiten
als ein Gauss-Blur. Während bei der Echtzeit-Editing-Hardware in
der Regel eine gute Auswahl von Effekten und ein günstiger Preis
im Vordergrund steht, können bei Software-basierten Produkten zwar
mehr Effekte implementiert werden - es ist jedoch eine enorme CPU-Leistung
erforderlich, um komplexere Effekte in Echtzeit darzustellen.
Heute können einfache Effekte in voller Auflösung in Echtzeit
allein über die CPU-Leistung dargestellt werden. Eine vollständig
optimierte Anwendung kann die Verwendung von anspruchsvolleren Effekten
unterstützen, aber auf begrenzte Art und Weise.
Die folgende Tabelle zeigt die Effekte, die in der Regel beim Video-Editing
verwendet werden sowie deren Verarbeitungsvoraussetzungen.
Niedrige Verarbeitungsvoraussetzungen:
- Text-Overlay
- Dissolve
- Wipes
- Slow-Motion
- Einfache Farbkorrektur
- Grundlegende 2D-DVE wie Cropping, Scaling und Positioning
- Einfache Filter wie Emboss und Posterization
Mittlere Verarbeitungsvoraussetzungen:
- Slide-Transitions
- Text-Rolls und -Crawls
- Einfaches Chroma/Luma-Keying
- Erweiterte Farbkorrektur
- Erweiterte 2D-DVE mit Drop Shadows und Soft Borders
- Komplexe Filter wie Blur und Lens Flare
- "Simuliertes" 3D (optische Illusionen, die nicht auf echter
3D-Geometrie beruhen)
- "Vorgefertigtes" 3D (Polygone werden vorausberechnet und
können nur eingeschränkt angepaßt werden)
Hohe Verarbeitungsvoraussetzungen:
- Erweitertes Chroma-Keying mit Schattenfunktion und Noise-Reduction
- Qualitativ hochwertiges Bikubisch-und Anisotropic-Effects-Filtering,
um die Pixelierung während der Skalierung und der Rotation zu verhindern
- Echte 3D-DVE (Rotation und Zoom mit Sub-Pixel-Motion und Antialiasing)
- Spezialeffekte wie Page Curls, Particles, Ripples und 3D-Geometrie
The Power of X verwendet eine Kombination aus
CPU-basierter Verarbeitung und dedizierter Hardware, um die größte
Vielfalt an qualitativ hochwertigen Echtzeiteffekten zu erreichen. CPU-Verarbeitung
wird für Effekte verwendet, bei denen eine individuelle Pixel-Manipulation
erforderlich ist, wie beispielsweise bei der erweiterten Farbkorrektur
und dem Chroma/Luma-Keying. Dedizierte Hardware wird für das Compositing
und echte 3D-Geometrieeffekte mit qualitativ hochwertigem Bikubisch- und
Anisotropic Filtering wie Transitions, PiPs, Blur und allen Matrox Flex
3D-Effekten verwendet.
4.
Effektqualität
Hardware-basierte Echtzeit-Engines werden in der Regel entwickelt, um
ein bestimmtes Set von Effekten darzustellen, bei voller Auflösung
und voller Frame-Rate. Mit gut funktionierender Hardware arbeitet das
System stets mit voller Qualität, damit der Editor genau sehen kann,
wie die fertige Produktion aussehen wird.
Die heutigen CPUs sind nicht leistungsstark genug, als daß Software-basierte
Echtzeit-Engines alle typischen Echtzeitoperationen, die Editoren vornehmen,
ohne Qualitätseinbußen ausführen könnten. Diese Qualitätseinbußen
sind notwendig, um die wichtige Echtzeit-Funktionalität zu gewährleisten.
Sie sind auch in einer Produktionsumgebung leicht zu erkennen, bei einer
schnellen Demo fallen sie jedoch möglicherweise nicht auf.
Meistens wird in einer Software-basierten Umgebung die Qualität insofern
eingeschränkt, als mit einer Vorschauqualität bei einer auf
die Hälfte oder auf ein Viertel reduzierten Bildschirmauflösung
gearbeitet wird. Ein weiterer gängiger Kompromiß ist die Verringerung
der Frame-Rate. In beiden Fällen bedeutet die Reduzierung der Pixelanzahl,
dass eine Vorschau für mehr Effekte mit derselben CPU-Leistung möglich
ist. Schließlich wird auf das verarbeitungsaufwendige Filtering
und Antialising verzichtet, das zu einwandfreien, qualitativ hochwertigen
Ergebnissen führt. Nach der letzten Bearbeitung muß der Benutzer
die Zeit für das Rendering des ganzen Projekts investieren, um das
tatsächliche Ergebnis zu sehen.
The Power of X setzt kosteneffiziente dedizierte Hardware ein,
um viele Echtzeiteffekte bei voller Qualität zu verarbeiten. Dies
setzt CPU-Bandbreite frei, die dann für die Verarbeitung von CPU-basierten
Effekten bei voller Qualität zur Verfügung steht. Dadurch ist
sichergestellt, daß der Editor stets bei voller Qualität arbeitet
und endgültige Bearbeitungsentscheidungen während jeder Stufe
des Bearbeitungsprozesses vornehmen kann. Das Projekt muß nicht
gerendert werden, um das Endergebnis zu sehen.
5.
Effekt-Rendering
Wenn eine Hardware-basierte Editing-Plattform verwendet wird, ist ein
Rendering nur dann erforderlich, wenn durch ein Projekt die verfügbaren
Echtzeit-Ressourcen überlastet werden. Sogar dann kann eine gute
Hardware-Engine äußerst komplexe Segmente bei voller Auflösung
und voller Qualität schnell rendern.
Wenn ein rein Software-basiertes Editing-Produkt verwendet wird, ist ein
Rendering stets erforderlich, um die Ausgabe des Projekts ohne Qualitätsverlust
zu erzielen. Sogar bei sehr schnellen CPUs kann es ziemlich lange dauern,
bis komplexe Effekte gerendert sind; besonders dann, wenn alle anspruchsvollen
Optionen wie Filtering und Antialiasing aktiviert sind.
The Power of X macht das Rendering bei Echtzeitprojekten überflüssig
und reduziert die Rendering-Zeit ganz erheblich bei Projekten, die die
Echtzeit-Ressourcen des Systems überschreiten.
6. Export
in DV-, MPEG-2-, Multimedia- und Web-Formate
Hardware kann kosteneffizient ein fertiges Projekt kodieren, direkt von
der Timeline, um eine Echtzeit-DV-Ausgabe und Echtzeit-MPEG-2- Encoding
für das DVD-Authoring zu ermöglichen.
Software-basierte Systeme, die Proxies für das Echtzeit-Editing einsetzen,
machen einen zweistufigen DV-Exportprozeß erforderlich. Zunächst
muß das Projekt mit der endgültigen Qualität gerendert
werden. Nur dann kann es auf DV-Tape aufgenommen werden. Heutige CPUs
können qualitativ hochwertiges MPEG-2-Encoding durchführen,
wenn Zeit keine Rolle spielt. Qualität wird jedoch häufig der
Geschwindigkeit untergeordnet, um ein Encoding in Echtzeit oder fast in
Echtzeit zu erreichen.
The Power of X setzt dedizierte Hardware für das Echtzeit
DV- und MPEG-2-Encoding ein und entlastet die CPU, so daß komplexe
Segmente in Echtzeit ausgegeben werden können. Außerdem unterstützt
es die CPU während des Multimedia- oder des Web-Encodings, indem
es YUV-RGB-Konvertierungen, Video-Filtering und Video-Skalierung durchführt.
7. Reaktionszeit
bei Benutzereingabe
Die Reaktionszeit bei Benutzereingaben hängt vom Umfang der Zwischenspeicherung
ab, die in das Editing-System integriert ist. Durch die Zwischenspeicherung
wird das einwandfreie Playback von der Timeline gewährleistet - je
mehr zwischengespeichert wird, desto länger ist die Verzögerung,
wenn der Anwender die Play- oder Stop-Tasten drückt oder die Timeline
scrubbt.
Bei einer Hardware-Implementierung basiert die Zwischenspeicherung auf
einer Reihe von Stufen in der Codec- und Effekt-Pipeline. Hardware-Codecs
können 30 verzögerte Frames hervorrufen. Jede Effekt-Stufe ruft
zusätzliche verzögerte Frames hervor. Die Zahl der verzögerten
Frames wird eher durch die Anzahl der aufeinanderfolgenden Effekte als
durch deren Komplexität bestimmt.
In einer Software-Implementierung basiert die Zwischenspeicherung auf
der Zahl der Frames, die vorab berechnet werden müssen. In diesem
Fall wird die Zahl der verzögerten Frames durch die Anzahl der Effekte
und deren Komplexität bestimmt. Software-Codecs führen zu einer
kaum wahrnehmbaren Verzögerung von weniger als einem Frame.
The Power of X verwendet einen maximal optimierten Software-Codec
und verteilt das Verarbeiten der Effekte zwischen der CPU und der dedizierten
Hardware. Jede Zwischenspeicherung verkürzt sich somit. Da beide
parallel arbeiten, ist die gesamte Systemverzögerung sehr kurz; das
Ergebnis ist ein Editing- System mit kurzen Reaktionszeiten.
Schlußfolgerung
Sowohl die dedizierte Hardware als auch die CPU-basierten Lösungen
für das Echtzeit-Editing haben große Vorteile. Anstatt sich
für ein System zu entscheiden, hat Matrox die Vorzüge eines
jeden in der neuen Generation von Produkten kombiniert; und das zum gleichen
oder günstigeren Preis wie rein Software-basierte Editing-Anwendungen.
The Power of X nutzt die volle Power der CPU
für:
- Ultraschnelles DV-Decoding ohne Qualitätseinbußen
- Problemlose Slow- und Fast-Motion-Steuerung
- Erweiterte 18-Parameter-Farbkorrektur
- Erweitertes Chroma-Keying mit Schattenfunktion, Spill Removal und
Noise-Reduction
The Power of X nutzt die volle Power dedizierter
Hardware für:
- DV-Ausgabe in Echtzeit
- MPEG-2-Encoding in Echtzeit
- Analoge Eingabe und Ausgabe
- Compositing und echte 3D-Geometrieeffekte
- Qualitativ hochwertiges Bikubisch-und Anisotropic-Effects-Filtering
Durch The Power of X wird das Editing jetzt
für Anwender erheblich verbessert. Während Computer künftig
immer schneller werden, können Anwender nicht nur von der skalierbaren
Leistung der CPU profitieren, sondern auch von der zusätzlichen Beschleunigung
über die vollständig optimierte Hardware.
|
 |